Zu unseren Kunden gehören Sporttaucher, TEC-Taucher, Höhlentaucher, Polizei, SEK-Einheiten, Feuerwehren, Rettungsdienste, Tauchshops sowie DLRG Orts- und -Kreisverbände. 

Wir reparieren Trockentauchanzüge aller Hersteller und Marken, egal ob Trilaminat, Gummianzüge oder Neopren. Fast nichts ist unmöglich! Auch Kajak und Segelanzüge werden repariert.

Wir tauchen selbst seit vielen Jahrzehnten und wissen, worauf es bei Trockentauchanzügen ankommt. Hier sollte nicht nur nach der optischen Mode geschaut werden.

 

Wie findet man eine Undichtigkeit am Trocki?

Trockentauchanzüge halten nicht immer dass, was sie versprechen: TROCKEN bleiben a Prufbecken

Da Tauchgänge nicht immer Spaziergänge sind, kommt es immer wieder vor, dass ein Trocki einmal perforiert wird. Beim Tauchgang merkt man plötzlich eine unangenehme Feuchte bis hin zu Kälte. Dann muss man sich entscheiden: weiter tauchen oder abbrechen.
Zuhause macht man sich an die Suche der Leckage, meist ohne Erfolg. Da wird im Internet "gegoogelt", Foren besucht, Freunde und Tauchkollegen um Rat gebeten, der nasse Unterzieher fotografiert usw.
In manchen Foren bekommt man recht gute Tips, aber manchmal müssen wir auch schmunzeln...

Die sicherste, professionellste Methode ist der Dichtigkeitstest in einem speziell dafür hergestellten Wasserprüfbecken. Der Trocki wird auf links gedreht, (Damit das Armventil nicht ansprechen kann) die Armmanschetten und Reißverschluss verschlossen. Der Luftschlauch wird durch die Halsmanschette geführt und diese dicht abgebunden. Nun kommt der Anzug ins Wasserbecken und ein spezielles Gitter hält diesen unter Wasser. Der Anzug wird aufgeblasen und nach aufsteigenden Luftbläschen gesucht. Oft hilft auch ein wenig kneten und massieren. Die undichte Stelle wird markiert und der Anzug von der anderen Seite ebenfalls geprüft. Eine gute Beleuchtung ist bei dieser Aktion unerlässlich. In dem Bild unten ist ein undichter Trockentauchstiefel lokalisiert worden. (zum Vergrößern mit dem Mauszeiger auf das Bild zeigen) 

Stiefel2 kleinDeutlich sind die austretenden Luftblasen zu erkennenTrotz aller Sorgfalt ist es nur zu 98% möglich, Undichtigkeiten zu lokalisieren. Es gibt immer wieder "böse" Undichtigkeiten, die nur beim Tauchen oder Bewegung undicht werden. Solche Leckagen sind schwierig oder gar nicht zu finden. Bewegungen wie beim Tauchen lassen sich nun mal nicht in einem Prüfbecken realisieren. Oft kommt es vor, dass durch den Druck im Anzug sich undichte Nähte aufeinander pressen und die Leckage verschliessen. Solche Undichtigkeiten zu finden ist für uns  kaum möglich.Manchmal gibt es auch gar keine Leckage am Anzug, auch ein Bedienungsfehler oder Schweiß kann Feuchtigkeit im Anzug verursachen.

 

 

 

Test mit Seifenschaum

Den Test mit Seifenschaum verwenden wir als Standardtest für von uns verbaute Manschetten, Reißverschlüsse, Boots usw. Auch hier wird der Anzug ganz oder teilweise mit Luft befüllt und die Reparaturstelle mit Seifenschaum abgepinselt. Dort, wo sich Blasen bilden, ist die undichte Stelle.
Jede Reparatur von uns wird auf diese Weise getestet. Der Nachteil dabei ist, dass nie der ganze Anzug getestet wird. Viele unserer Kunden entscheiden sich daher für den kostenpflichtigen Test im Wasserprüfbecken. Anzug undicht3


Bei diesem fabrikneuen "NoName" Trocki sind die getapten Beinnähte total undicht und der Besitzer ist "gnadenlos abgesoffen" Leider waren nicht nur die Beinnähte sondern alle Nähte trotz Reparaturversuchen des Herstellers undicht. Der Anzug wurde von uns kpl. nach DUI-Standards gesealt und der Kunde ist bis heute trockengeblieben.

Einen kleinen Film, wie ein Dichtigkeitstest bei uns durchgeführt wird, kann man sich hier ansehen

Warum werden Trockentauchanzüge undicht?

Leider ist es oft so, dass der geliebte Trocki im Laufe seines Lebens einmal undicht wird. Dies hat die verschiedensten Ursachen und ist nicht immer vom Preis, Modell oder Name abhängig.  So kann ein preiswerter Trocki genau so undicht werden wie ein namhaftes Modell des oberen Preissegmentes. Viele Trocki-Hersteller verwenden das gleiche, gute Material, jedoch ist die Verarbeitungsweise recht unterschiedlich. Und genau da können die Probleme beginnen.
Wir meinen in diesem Beitrag nicht die Undichtigkeiten, die durch Perforation oder Schnitte an einem Anzug entstehen, sondern die, die "heimlichmelcotape webHotmelttape: Der Verschleiss hat bereits begonnen, hier dichtet nur noch der Heißkleber und langsam" entstehen...

Über Dichttechniken haben wir in unserem Beitrag Dichttechnik bereits geschrieben. Die haltbarste Abdichtung von Nähten ist das von namhaften Herstellern und von uns verwendete Sealing mit Urethane-Kleber, besser bekannt unter dem Namen Aquasure oder ähnlich. Dieses Material ist ca. 10mal teurer als das abdichten mit Tapes. Dafür hält dieses "Sealing" erwiesener Maßen aber auch 10 mal länger.
Unsere lange Erfahrung hat gezeigt, dass Tapes, egal welcher Art, wesentlich schneller undicht werden als Sealing. Bei den Tapes spielt der Verschleiss eine große Rolle, der an exponierten Stellen wie Schritt, Achseln und Reissverschluss auftritt. Auch Klebstoffe altern, Rubbertapes werden porös, Bänder verschleissen durch Reibung. Aber auch gesealte Nähte können undicht werden, wenn z.B. der gesealte Neopren-Trocki im Schritt nicht richtig passt. Ist der Schritt nicht richtig hochgezogen, kann es passieren, dass beim Fußsprung ins Wasser (großer Schritt vorwärts) das Neopren im Schritt reisst und damit natürlich auch die Abdichtung, egal welcher Art. Bei Trilaminatanzügen kann dies auch passieren, jedoch nicht ganz so häufig. Rechts im Bild ein Total verschlissenes Tape eines Kallweit-Trockis. Natürlich sind die Nähte undicht.

fluessiglatex webSolche Schäden lassen sich nur schwierig reparieren, eine Gewährleistung gibt es nicht, es kann kurze Zeit später 2cm weiter undicht werden.

 

 

 

 

 

 

Abdichtung mit Flüssig-Latex:

Einige Hersteller verwenden Flüssiglatex zur Nahtabdichtung. Eigentlich eine gute Idee, aber ebenfalls nicht sonderlich haltbar. Jeder erfahrene Trockentaucher weiss, wie schnell Latexmanschetten porös werden. Das Ozon nagt auch am Latex auf den Nähten. Zwar etwas langsamer, aber es schädigt auf Dauer die Dichtheit des Latex. Auch andauernde Reibung lässt das aufgetragene Latex stetig dünner werden, bis hin zur Undichtigkeit.

 

Im Bild links ist eine mit Flüssiglatex abgedichtete Naht zu sehen, wo das Latex beinahe komplett gebrochen ist. Dies ist die billigste Art der Chinesen, Nähte abzudichten. Leider weiß man auch nicht, wie lange der Anzug beim Hersteller, Importeur oder Händler im Lager gelagert war. Traurig ist, dass auch namhafte Importeure wie Scubapro oder Seeman solche Billig-Abdichtungen akzeptieren und für teures Geld in den Handel bringen.  Der Anzug hat nach Kundenangaben ca. 100 Tauchgänge hinter sich gebracht und ist knapp 2 Jahre alt.

Schwitzen im Trockentauchanzug  (Trockentauchanzüge sind nicht wirklich trocken)

Immer wieder testen wir Trockentauchanzüge, weil der Kunde uns sagt, das er im Anzug nass wird. Wir führen darauf hin einen Dichtigkeitstest im Wasserprüfbecken unter Druck durch. Finden wir eine Undichtigkeit, ist alles prima und wir können die Leckage reparieren.

Problematisch wird es, wenn wir keine Undichtigkeit wie vom Kunden angegeben finden können. Mögliche Ursachen hierfür können sein:

  • Die Leckage tritt nur bei Tauchbewegungen unter Wasser auf (diese sind im Prüfbecken nicht möglich)
  • Die Leckage verschließt/verpresst sich durch die eingefüllte Druckluft von selbst
  • Es wird mit zu wenig Blei getaucht oder keine/zu wenig Luft in den Anzug gefüllt
  • Die Manschetten an Armen oder Hals passen nicht, sind zu groß
  • Undichtigkeit am Inflatorschlauch
  • Reißverschluss nicht korrekt verschlossen
  • Tauchen mit geöffneten und nicht angeschlossenem Pinkelventil
  • Erhöhte Schweissbildung durch sportliche Aktivität, falsche Unterziehkleidung oder Stress (Stress oft unbemerkt)

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In diesem Beitrag befassen wir uns mit der erhöhten Schweißbildung beim Tauchen im Trockentauchanzug.

Viele Taucher beklagen sich darüber, dass sie im Brust- Schritt oder Beinbereich nass werden. Dies muss nicht zwingend eine Undichtigkeit des Trockentauchanzugs sein. Wurde der Anzug von uns im Prüfbecken geprüft und konnte keine Undichtigkeit festgestellt worden sein, sollte man auch eine erhöhte Schweissbildung nicht ausschliessen.

Physikalisch gesehen, kondensiert Feuchtigkeit immer an der kältesten Stelle. Dies ist bei einem Trockentauchanzug stets der Brust- und Bauchbereich sowie die Beinregionen. Diese Regionen ergeben sich alleine schon durch die überwiegend fast horizontale Lage, die beim Tauchen eingenommen wird. Die im Trocki befindliche Luft befindet sich als "Blase" im Rücken- und Pobereich, während der Wasserdruck im Bauch- Brust- und Beinbereich den Trocki mitsamt Unterziehkleidung an den Körper presst. Luft ist, neben der Unterziehkleidung, das Medium, welches uns wärmen soll. Erfahrene Taucher/innen wissen, dass der Brust- und Bauchbereich beim "Trockentauchen" stets am kältesten ist. Beginnt ein Taucher nun 
zu schwitzen, kondensiert der Schweiß an den kältesten Stellen des Trockis.

Bedeutung von Schweiß für den Körper

Schweiß erfüllt am menschlichen Körper mehrere Aufgaben. Die wichtigste ist die Regulation der Körpertemperatur. Dadurch, dass Schweiß aus den Drüsen an die Hautoberfläche abgesondert wird, ist diese bei hohen Umgebungstemperaturen stets von einem dünnen Flüssigkeitsfilm bedeckt.

Dieser kann nun verdunsten, also vom flüssigen Zustand in Wasserdampf übergehen, wodurch der Körper eine große Menge Energie und somit Wärme verliert, was zur sogenannten Verdunstungskälte führt. Abtropfender Schweiß ist bezüglich dieser Funktion sinnlos.

Abgesehen vom Schwitzen, das wir auf der Haut bemerken (Perspiratio sensibilis) gibt es auch die unbemerkte Form des „Schwitzens“ (Perspiratio insensibilis), also zum Beispiel die Verdunstung von Flüssigkeit über die Atemluft (also über Schleimhäute). Dies ist beim Tauchen nicht ungefährlich, hier droht die Gefahr einer Dehydration. Ebenso wird ein Schwitzen im Trockentauchanzug unter Wasser kaum bemerkt, moderne Unterzieher transportieren den Schweiß von der Haut weg und je nach Menge kondensiert diese an der Hülle des Trockentauchanzugs. Von der Kondensatbildung sind Trilaminat-Trockis stärker betroffen als Neopren-Trockis, die aufgrund des Materials schon selbst eine gewisse Isolation aufweisen.

Zusammensetzung von Schweißschweiss

Schweiß besteht fast ausschließlich aus Wasser und Salz. Weitere Mineralien, die im Schweiß vorzufinden sind, sind NatriumChloridKalium, Laktat, bestimmte Aminosäuren und Harnstoff
Eiweiße und Zucker befinden sich ebenfalls im Schweiß. Neben den Eiweißen kommen auch eine nicht unerhebliche Zahl von Lipiden, also Fetten, im Schweiß vor.

Da die Ionen (Bestandteile neben dem Wasser) aber in vergleichsweise geringer Konzentration vorliegen, ist der Schweiß hypoton. Der pH-Wert schwankt aufgrund unterschiedlicher Faktoren, die ihn beeinflussen, zwischen 4 und 7, liegt aber üblicherweise meistens bei etwa 4,5 (also im sauren pH-Bereich)

Manche Menschen haben einen "agressiven"Schweiß (pH unter 4), der Latexmanschetten relativ schnell altern lässt. Ist man nach einem Tauchgang unsicher, ob der Trocki undicht ist oder ob es sich um Schweiß handelt, kann eine "Geschmacksprobe" eine erste Auskunft darüber geben. Da frischer Schweiß geruchslos ist, kann man mit der Zunge einen groben Test machen: Schweiß schmeckt salzig. Da jedoch der Salzgehalt des Schweisses mit zunehmender Menge abnimmt, ist eine pH-Messung wesentlich genauer, besonders dann, wenn man das Tauchgewässer zum Vergleich heranziehen kann. Entsprechende, gut funktionierende Messgeräte gibt es bereits ab ca. 10,00 Euro im Versandhandel. Es muss ja kein Laborgerät mit 1/1000 Genauigkeit sein.. Sehr zuverlässig funktionieren auch pH-Teststreifen aus der Apotheke oder dem Aquarienhandel.

Normale Schweißmengen

Die Basissekretion (grundsätzliche Menge) von Schweiß, das heißt, die Menge an Schweiß, die unabhängig von äußeren Bedingungen immer produziert wird, liegt beim Menschen bei etwa 100 bis 200 ml täglich. Dieses Volumen kann jedoch von verschiedenen Faktoren extrem stark beeinflusst werden und somit variieren.

Ursachen für vermehrte Schweißbildung beim Trockentauchen

Der wichtigste Reiz zur vermehrten Sekretion von Schweiß ist wohl eine hohe Umgebungstemperatur. Hierzu zählen bereits das fertigmachen der Ausrüstung und Anlegen des Trockentauchanzuges mitsamt Unterzieher im Sommer und/oder bei hoher Luftfeuchtigkeit. Die Unterziehkleidung trägt mit dazu bei, ob ein Taucher zu stark schwitzt. Ein zu dicker Unterzieher trägt dazu genauso viel bei wie ein einfaches T-Shirt und Jogginghose.

Bei einem guten, aber zu dicken Unterzieher wird einfach nur die Anzuginnenseite feucht/nass sein, während man beim tauchen mit T-Shirt und Jogginghose alles nass vorfinden wird. Leider wird in den Tauchshops viel zu oft ein zu dicker Unterzieher verkauft, weil er einfach mehr Marge bringt. Für einen normalen Sporttaucher der seine 1 Std.-Tauchgänge in heimischen Seen in 5-15m Tiefe durchführt, genügt im Sommer ein 200g Thinsulate-Unterzieher. Die Thinsulate-Hohlfaser transportiert den Schweiß einfach vom Körper weg nach aussen. Ein T-Shirt wird einfach nur nass und der Schweiß läuft in den Anzug. Jeder logisch denkende Taucher kennt den Unterschied zwischen 37 Grad Körpertemperatur und 10 Grad Wassertemperatur.

Weitere Auslöser für eine Anregung der Herstellung von Schweiß sind die körperliche Anstrengung über oder unter Wasser und psychische Gegebenheiten wie Stress oder Aufregung.

Die hohe Anpassungsfähigkeit der Schweißdrüsen führt dazu, dass beim Vorliegen solcher Einflüsse die Menge von produziertem Schweiß bis auf 2 Liter pro Stunde steigen kann. Dabei wird dann die Konzentration an Salz immer mehr verringert, um den Körper vor einem übermäßigen Salzverlust zu schützen. Extremer wird es bei technischen Tauchgängen, wo als Füllgas für den Trocki oft Argon verwendet wird.

Auf nervaler Ebene lässt sich die erhöhte Schweißentstehung durch eine gesteigerte Aktivität des sympathischen Nervensystems erklären. Über bestimmte Transmitter wirkt der Sympathikus auf die Schweißdrüsen und regt diese zur Sekretion an.

Plötzliche Schweißausbrüche bleiben unter Wasser stets unbemerkt und sind zu 99% psychischer Natur. In solchen Fällen sind meistens Angst und Stress der Auslöser dafür. Angst spürt man natürlich auch unter Wasser, nicht jedoch den zugehörigen Schweißausbruch. Stress hingegen kommt meist langsam und unbemerkt, plötzlich ist er einfach da. Auch hier wird unter Wasser der dazugehörige Schweißausbruch nicht bemerkt, beim Auskleiden am Ufer stellt man dann schnell fest: MEIN TROCKI IST NICHT TROCKEN!

Quellenangabe der Informationsquellen:
Eigene, jahrzehntelange Erfahrung
www.dr.gumpert.de
www.wikipedia.de 

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Einzige Einschränkung beim Reißverschlusswechsel sind horizontal eingebaute Rv`s die in einem Überwurf verbaut sind, der vor die Brust gelegt wird. Hier ist vorher eine Rücksprache mit uns erforderlich. Mehr erfährst du in der Kategorie "Reparaturabwicklung"

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